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Dr. Michael Kibler, Schriftsteller aus Darmstadt, beschreibt Marian Czuras Bilder in einer Laudation anlässlich einer Ausstellungseröffnung 2005 so (Auszüge): „Marian Czura war mir bislang immer als Filmschaffender bekannt: Kameramann, Drehbuchautor, Regisseur. Zuletzt sah ich im Kino seinen Film „Er tanzte das Leben“, eine Dokumentation über das dramatische Leben des Flamencostars und Widerstandskämpfers Sylvin Rubinstein. Das Thema seiner Filme ist immer die Frage, was in der Seele eines Menschen vorgeht. Da er die Grenzen des Mediums genau kennt, beantwortete er diese Frage auch bildlich und nennt seine Werke „ Seelenlandschaften .“ Diese sind von einer großen Akkuratesse, und Schärfe, von klaren Farben und klaren Linien. Er versteckt sich nicht hinter Schwammigkeit, Nebel oder Verwischung. Objektiv sind seine Bilder schwer zu beschreiben, weil sie erst im Spiegel unserer Wahrnehmung ihre Bedeutung erlangen. Sie fangen Augenblicke ein, Momente, die ganz klar zu sein scheinen. Doch in dem Moment, wo wir glauben, sie gänzlich erfasst zu haben, fällt eine Rundung auf, eine Ecke, eine Kante, die nicht passen will und das vermeintlich Klare wieder zum Rätsel werden lässt. Marians Bilder reichen von abstrakt bis zu surrealistisch, aber es sind immer Seelenlandschaften, exakt wie auf einer Landkarte, so exakt Gefühle eben sein können... mit allen Widersprüchen, Hindernissen; Glück, Leid, Liebe und Hass... Es sind gewiss keine Bilder für den Mittagspausenkonsumenten. In der Schnelligkeit erschließen sich Marians Bilder nicht. Sie sind eher wie ein guter Wein, den man langsam genießt. Wer sich die Zeit nimmt und die Bilder auf sich wirken lässt, findet seine ganz persönlichen Seelenlandschaften, die diese Bilder darstellen. Und benötigt keine vordergründigen Etiketten."
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